Patientenverfügung: Podiumsanlass der CVP Wädenswil Empfehlung

Die Podiumsveranstaltung der CVP Wädenswil zur Patientenverfügung fand am 24. September ein grosses Echo. Im Alterszentrum Fuhr orientierte Frau lic.iur. Christine Müller über die seit 2013 geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Leiterin der Kindes- und Erwachsenen­schutzbehörde Horgen betonte das Recht jeder Person auf geistige und körperliche Unversehrtheit. Ausser in Notfällen braucht jeder ärztliche Eingriff die Zustimmung der Patientin oder des Patienten. Doch was passiert bei Urteilsunfähigkeit? Welche medizinischen Massnahmen sollen dann ergriffen werden? Wie lautet die persönliche Einstellung beispielsweise zur Frage der Reanimation? Wer soll bei Urteilsunfähigkeit als Vertreter eingesetzt werden?

All diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, denn die Einschätzung der persönlichen Lebensqualität kann aus der Perspektive eines Gesunden ganz anders sein als aus späterer Sicht bei Krankheit oder Unfall. Für Frau Dr.med. Cécile Fompeyrine ist deshalb die ganz persönliche Auseinandersetzung mit Wertvorstellungen Voraussetzung für die Erstellung einer Patientenverfügung. Die leitende Ärztin der geriatrischen Dienste Zürich rät, sich mit den eigenen Einstellungen über Leben, Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Eine Patientenverfügung soll im Dialog mit den Nächsten und auch mit Unterstützung des Hausarztes entstehen. Denn um Missverständnisse zu vermeiden braucht es die Aufklärung über medizinische Massnahmen. Wichtig ist den Referentinnen auch die periodische Überprüfung der Verfügung, denn diese hat kein Ablaufdatum. Unter der Moderation von CVP-Gemeinderätin Monika Greter wurden zahlreiche ganz praktische Fragen der Zuhörenden aus rechtlicher und medizinischer Sicht behandelt. Die rege Diskussion zeigte die Wichtigkeit, sich mit diesen höchstpersönlichen Fragen rechtzeitig auseinanderzusetzen.