CVP-Poscht November 2016:Mit Hartnäckigkeit zu bezahlbarem Wohnraum

Marc Lütolf | Gemeinderat / Mitglied der Raumplanungskommission

Konkret sollen auch Wohnungen gebaut werden, die nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet werden. Welcher Anteil des Mehrwerts soll durch die Umzonung abgeschöpft werden? Die Meinungen über die Umsetzung gehen auseinander. Der Bund sieht eine Obergrenze von 60%, der Kanton Zürich schlägt 20% vor. Die CVP setzt sich für einen Drittel ein, andere Parteien halten 20% für genügend. Dank Stichentscheid unserer Gemeindratspräsidentin Monika Greter war unser Anliegen im Parlament erfolgreich.

Zurzeit ist noch schwierig abzuschätzen, was genau der Planungsvorteil ist und wie die entsprechende Höhe des Mehrwertausgleichs festzulegen ist. Lesebeispiel: Bei einem Planungsvorteil von beispielsweise sechs Millionen CHF wäre die Mehrwertabschöpfung zwei Millionen CHF (bei 33%). Von diesen zwei Millionen CHF müssten dann mindestens CHF 667‘000 (ein weiteres Drittel) für preisgünstige Wohnungen verwendet werden.Ist das ausreichend oder nicht? Das wird sich zeigen. Wir haben mit dem Mehrwertausgleich ein mächtiges Instrument bekommen, das wir in Zukunft bei anderen Bauvorhaben weiter verwenden wollen. Unser Einsatz bei der Umzonung des MEWA-Areals zeigt, dass für vernünftige Forderungen nach bezahlbaren Wohnraum eine Mehrheit gefunden werden kann. Und nun erwarten wir eine baldige Umsetzung. Wir bleiben dran.