Palliative Care - das Ende er-leben Empfehlung

Im Rahmen ihres Jubiläumsjahrs der CVP «100 Jahre für Wädischwil» veranstaltete die Ortspartei eine Informations- und Diskussionsplattform zum Thema Palliative Care. Zahlreiche Interessierte befassten sich mit den Impulsen von Fachpersonen und brachten sich anschliessend mit ihren Gedanken und Fragen ein.

Palliative Care unterstützt einen guten Umgang mit einer fortschreitenden, unheilbaren Krankheit und hilft bei der Auseinandersetzung mit dem Lebensende. Dabei sollen Schmerzsymptome gelindert und auch auch soziale, psychische und spirituelle Aspekte integriert werden. weiterlesen...

Die Diskussion ging der Frage nach, wie wir Lebenden mit dem Sterben umgehen – mit dem von unseren Angehörigen und mit unserem eigenen. Das Sterben er-leben – das war das Thema. Gemäss Bundesamt für Gesundheit werden dereinst zwei Drittel aller Sterbenden Palliative Care in Anspruch nehmen. Das Thema betrifft somit wohl praktisch jeden von uns, sei es als direkt Betroffene oder als Angehörige.  Und auch die Gesellschaft als Ganzes ist angesprochen. Die Vielfalt der damit zusammenhängenden Aspekte ist riesig und so war auch bald klar, dass an einem Abend keine umfassenden, abschließenden Antworten gegeben werden konnten.   

Zwei Referentinnen führten in die Thematik ein. Sabine Zgraggen war vor ihrer Tätigkeit als Klinikseelsorgerin Pflegefachfrau und begleitete in ihrem Leben immer wieder Sterbende. Der Umgang mit dem eigenen Sterben, dem Loslassen können, sei eine Kunst, die wir lernen können, betonte sie.  Sogar in den letzten Stunden scheine sich das ganze Leben nochmals zusammenzufügen. In diesen wertvollen Momenten könne noch viel unglaublich Schönes aufbrechen. Daraus können auch prägende Erlebnisse für die Hinterbliebenen erwachsen.

Die zweite Referentin, Frau Dr. Katja Fischer ist eine der ersten Palliativmedizinerinnen der Schweiz und leitet das Kompetenzzentrum Pallivita Bethanien der Diakonie Bethanien Zürich. Die Ärztin betonte, dass die Palliativmedizin heute in der Lage sei, markante Verbesserungen im Wohlbefinden zu ermöglichen. Gerade im Sterbensprozess, in dem viele schon stark physisch beeinträchtigt sind, können viele Ressourcen frei werden. In dieser Situation gehe es darum herauszufinden, was einem Kraft gibt und Freude bereite, sei dies Musik, Natur, Beziehungen oder Spiritualität. Nach Fischer gehe es nicht darum, lebensverlängernde Massnahmen um jeden Preis zu beanspruchen, sondern besonnen und achtsam mit dem Loslassen des eigenen Lebens umzugehen.

Nach dem Referat erfolgte in einem Podium ein Austausch mit den beiden Referentinnen und drei weiteren Fachpersonen. Fabio Biasio, Fotoreporter und Initiant einer Palliativkarte der Schweiz, Heidi Jappsen, Pflegefachfrau bei der Spitex Wädenswil und Beat Ritschard, Projektleiter des Notfalltelefons «Pallifon».  

Zum Begriff: «Palliative Care»  leitet sich aus dem lateinischen pallium (Mantel) und dem englischen care (sorgen) ab.

 

Wo erhalte ich Unterstützung?

•             Spitex Wädenswil – www.spitex-waedenswil.ch  

•             Kompetenzzentrum Palliative Care Zürich -www.bethanien.ch/pallivita-bethanien  

•             Palliativkarte der Schweiz – www.palliativkarte.ch  

•             Notfalltelefon für Palliativpatienten – www.pallifon.ch   

•             Stiftung Onko Plus – www.onko-plus.ch

•             Schweizerische Gesellschaft für Palliative Care – www.palliative.ch

•             Bundesamt für Gesundheit - https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/strategien-politik/nationale-gesundheitsstrategien/strategie-palliative-care.html   

•             Palliativnetz Zürich und Schaffhausen – www.pallnetz.ch